Terroir
Anbaugebiet: Die Weinberge erstrecken sich in erster Linie über das Gemeindegebiet von Rasteau sowie über etwa 20 Parzellen in Cairanne und Sablet.
Böden: Die Reben für die Süßweine wachsen auf ähnlichen Böden wie die trockenen Weine der Appellation Côtes du Rhône Rasteau: braune Kalkböden, magerer Mergel und rote Böden auf Sandstein. Die Weinberge sind nach Süden ausgerichtet, so dass die Trauben voll ausreifen können. Klima: typisch mediterranes Klima, starke Sonneneinstrahlung, wodurch sich der hohe Alkoholgehalt in den Trauben erklären lässt und den Anbau natürlicher Süßweine fördert.
Geschichte: 1934 unternahmen die Winzer erste Versuche mit der Süßweinproduktion – mit Erfolg. Damals wurden in Rasteau neben Wein auch noch Obst und Oliven angebaut. Doch die Produktion natürlicher Süßweine nahm einen schnellen Aufschwung. Am 5. Januar 1944 wird der Süßwein von Rasteau mit dem AOC-Siegel, das später durch ein Dekret vom 19. Mai 1972 ersetzt wurde, ausgezeichnet.
Anbau und Ausbau
Rebfläche*: 36 ha, durchschnittliche Jahresproduktion: 932 hl, zugelassener Höchstertrag: 26 hl/ha.
Rebsorten: Grenache noir muss zu mindestens 90% in der Assemblage vorhanden sein. Alle anderen Rebsorten (Malvoisier, Maccabéo und Muscat), die üblicherweise bei der Süßweinproduktion eingesetzt werden, dürfen nicht hinzugezogen werden. Des Weiteren dürfen in der Assemblage maximal 10% der in der Appellation Côtes du Rhône zugelassenen Rebsorten enthalten sein. In der Praxis werden die natürlichen Süßweine von Rasteau jedoch meist zu 100% aus Grenache hergestellt.Mindestalkoholgehalt: Die Produktionsrichtlinien der Vin doux Naturel aus Rasteau unterscheiden sich nicht von denen anderer natürlicher Süßweine. Die Gärung wird durch die Zugabe von 95 %igem Alkohol gestoppt. Die Alkoholzugabe liegt zwischen fünf und zehn Prozent. Der Mindestalkoholgehalt muss bei 21,5 Volumenprozent liegen; der Most muss einen Restzuckergehalt von mindestens 252 gr/l aufweisen.