Der Weinberg: erstreckt sich über die vier Gemeinden
Camaret-sur-Aigues, Jonquières, Travaillan und Violès.
Bodentypen: Eine weit ausgedehnte Terrasse aus Schwemmland aus
der Riss-Eiszeit wird überlagert von Kalkschotter aus dem Quartär. Der
Schotter ruht auf blauem Ton aus dem Pliozän oder auf sandsteinhaltiger
Erde. Dies führt im Sommer zu einem beträchtlichen Feuchtigkeitsanstieg.
Klima: Es herrscht ein klassisches Mittelmeerklima, das vom Mistral geprägt ist.
Geschichte: Der Weinberg hat sich insbesondere im Mittelalter unter dem Einfluss der Tempelritter entwickelt. Rund um das Gebiet Plan de Dieu entstanden Kapellen und religiöse Gemeinschaften. Die Gläubigen bewirtschafteten den Weinberg unter dem Schutz Gottes. Die Tatsache,
dass es die Weine aufgrund ihrer guten Qualität sehr schnell zu großem Ansehen brachten, wurde als Zeichen des Himmels und Segen angesehen.
Jüngste Entwicklung:Mit Dekret vom 25. August 2005 wurde der Weinberg
in die Riege der Côtes du Rhône Villages mit Angabe der Ursprungsgemeinde aufgenommen.
Rebfläche* (erste ernte) : 367 ha, Jahresproduktion : 12 851 hl ; Durchschnittsertrag : 39hl/ha ; Produktionspotential :
*Quelle : Erntemeldung 2005
Rebsortenbestand: Mindestens 50% Grenache noir, mindestens 20% Syrah und/oder Mourvèdre, maximal 20% weitere Rebsorten aus der Appellation
Mindestalkoholgehalt: 12,5%Bouquet:Ein komplexer und reicher Duftstrauß mit Aromen von sehr reifen roten Früchten, die sich immer wieder mit Garride-Noten mischen.
Gaumen:Der kraftvolle, ölige Wein ist schön strukturiert und ausgewogen. Vorherrschend sind fruchtige und pikante Aromen.Wein und Speisen: In jüngeren Jahren sind die Weine ideale Begleiter von gegrilltem oder gebratenem Fleisch. Später dann harmonieren sie wunderbar mit Geflügel, Wild und Ragout.
Lagerpotential:Bereits in den ersten fünf Jahren schön zu genießen. Die Weine können bis zu 10 Jahren gelagert werden.Woher rührt der Name « Plan de Dieu » ?
Einerseits, da das Mittelalter durch und durch von Religiosität geprägt war. Andererseits wird dieser Begriff aus der Hagiographie in einer Legende erwähnt, die besagt, dass diejenigen, die in lang zurückliegenden Zeiten die tiefen Garride-Wälder durchquerten auf die Gefahr hin, von Räubern überfallen zu werden, ihre Seele Gott verschrieben ...